Martin Fauster
Hotel Königshof
München, Deutschland
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| Jamtalhuette | Galtuer |
"Eine einfache, gute, klare Küche. Das Hauptprodukt im Mittelpunkt, witzig und originell gekocht, kein Schnickschnack", so beschreibt Martin Fauster, 37 Jahre jung, seinen Küchenstil, den er nach etlichen Wanderjahren durch die Küchen dieser Welt, nun im Hotel Königshof in München als Küchenchef mit seiner Mannschaft umsetzen möchte.
Wäre dieser Satz dem gebürtigen Steirer, aufgewachsen in St. Michael, vor langer Zeit vorgelesen worden, hätte er nicht glauben können, dass so seine berufliche Zukunft aussehen wird. Keine Lust mehr, wie seine Geschwister, noch länger die Schulbank zu drücken, sondern endlich im wahrsten Sinne des Wortes "handwerklich" tätig zu werden, heuerte er als Lehrling in einem kleinen Landgasthof im Nachbarort Leoben an. Wie schon von den Eltern vorgelebt, legt man auch hier viel Wert auf natürliche, frische Produkte der Umgebung und kocht gutbürgerliche und "ehrliche" Heimatgerichte. Hier wurde er in die Grundlagen einer soliden Küche eingeweiht: Von Rindersuppe, über Knödel, Gulasch und österreichische Spezialitäten, all dies, was er von zu Hause bestens kannte, schließlich ist der Vater gelernter Metzger und im Garten wurde das eigene Gemüse sowie Obst geerntet. So war für Martin Fauster eine Küche schon in früher Kindheit kein fremdes Revier, denn "übrigens sagt die Mama, dass ich schon mit sechs meiner Schwester Eierspeise gekocht habe mit Würstl drin."
Nach Beendigung der Lehrjahre, zog es Martin Fauster in die österreichische Metropole Wien ins Hotel Intercontinental. Hier eröffnete sich ihm, welche Vielfalt verschiedenster Produkte sich zur Verarbeitung in einer Küche eignen. Während der Lehrzeit auf "ein gutes Stück Fleisch" beschränkt, entdeckte er hier die Exoten der Meere und Kräuterwelt, mit denen sich Gerichte, in bisher nicht gekannter Form, zubereiten ließen und diese Erlebnisse "werd' ich nie vergessen". Erst jetzt wurde ihm so richtig klar, dass aus der einst getroffenen Entscheidung zu einer "handwerklichen Arbeit" wahre Leidenschaft zum Kochen den weiteren Berufsweg prägen sollte.
Anschließend zog es den nun "leidenschaftlichen Koch" ins nahe Ausland, in die Schweiz. In Bad Ragaz im Quellenhof, ebenfalls ein Leading Hotel of the World, perfektionierte Martin Fauster ein "gutes Stück Fleisch", in dem er als Demi-Chef Saucier die passenden Saucen kreierte. Kurze Zeit später folgte der Sprung in die Welt der "Sterneküchen". Zunächst verdiente er sich seine Sporen als Poissonnier in Alfons Schuhbeck's Kurhausstüberl (1 Michelin Stern) in Waging am See, um dann kurze Zeit später in die Heimat nach Wien ins Steirereck (2 Michelin Sterne) als Rôtisseur zurückzukehren.
In dem er nach und nach sämtliche Stationen einer Küche durchlief, verstand er mehr und mehr die Wichtigkeit eines abgestimmten Zusammenspiels der einzelnen "Instrumente" und Produkte bis hin zur Vollendung der harmonischen Gesamtkreation. Daran feilte er auch weiter, als ihn sein Weg für ein Jahr nach München ins Massimiliano führte und zu Hans Haas ins Tantris (2 Michelin Sterne). Der Kür nicht genug, erschloss Martin Fauster anschließend den Reichtum und die Vielfalt der französischen Küche im Maisons de Bricourt (3 Michelin Sterne) in der Bretagne, wo er nicht nur zum ersten Mal eine lebende Jakobsmuschel am Strand entdeckte, sondern in Olivier Roellinger auch ein Vorbild und Lehrmeister der besonderen Art fand.
Jedoch Hans Haas und das Tantris nie vergessend, kehrte Martin Fauster nach München zurück, um gemeinsam mit seinem großen Vorbild und Fürsprecher die Geschicke des Tantris zu lenken. Insgesamt fünf Jahre standen Haas und Fauster Seite an Seite am Herd des Tantris und der prägende Lehrmeister Haas wurde über die Jahre auch sein Freund, der fest an Martin Fauster und sein Können glaubt: "Er ist ein Super-Mann, und nun reif, selbst etwas zu machen."
Gestärkt im Glauben an sein Können und reich an Erfahrungen, will Martin Fauster nun seinen eigenen Weg gehen und hat im Hotel Königshof seinen Platz zur persönlichen Entfaltung gefunden und mit der Familie Geisel einen Partner, der, wie er selbst, viel Wert auf qualitativ-hochwertige und naturbelassene Produkte legt, um diese mit viel Kreativität aber auch einem Hauch Tradition wieder zu entdecken.
Seit 2004 sind seine Kreationen mit 18 von 20 Punkten im Gault Millau und einem Michelin Stern ausgezeichnet.

