Genussroute Ischgl
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| Ivo Adam | Heidelbergerhütte |
Beschreibung Tour
Ischgl oberhalb der Kirche - Fußwanderweg Fimba - Seilbahn Mittelstation - Bodenalpe - Gampenalpe - Fimba Alpe - Heidelberger Hütte
Naturangebot
Von allen Seitentälern ist das Fimbatal aus historischer und wirtschaftlicher Sicht das bedeutendste und interessanteste Tal des Paznauner Alpenraumes. Das Fimbatal erstreckt sich mit einer Länge von zirka 16 Kilometern in südwestlicher Richtung gegen die Hochsilvretta hin. Der Talbach, die Fimba, hat sich in ihrem unteren Lauf kurz vor ihrer Mündung im sogenannten "Kitzloch" tief ins Gebirge gebohrt. Von der Kirche in Ischgl ausgehend führt der Fußwanderweg Fimba vorbei an der Bodenalpe (1.842 m), der Gampenalpe (1.975 m) und der Fimba Alpe (2.123 m). Die Wiesen in der näheren und weiteren Umgebung der Bodenalpe zählen zu den artenreichsten der Ostalpen. Die Bodenalpe kann daher botanisch Interessierten als idealer Ausgangspunkt für naturkundliche Wanderungen empfohlen werden. Oberhalb der Gampenalpe werden weiße Flecken ersichtlich, welche die sogenannten "Gipslöcher" darstellen. Dieser Flurname weist auf den einstigen Gipsabbau hin. Auf der Alpe Fimba wird noch heute zwischen 700 und 800 Stück "Galtvieh" von Ischgler Hirten gehütet und bietet somit für die ganze Familie ein besonderes Tiererlebnis.
Nach einer ca. 4 stündigen Gehzeit wird die 2.264 m hoch gelegene Heidelberger Hütte sichtbar, welche die einzige Unterkunft des Deutschen Alpenvereines auf Schweizer Staatsgebiet darstellt, und in außergewöhnlich schöner Lage am Fuße des majestätischen Fluchthorns (3.399 m) steht. Seltsam und unnatürlich verläuft hier die Staatsgrenze zwischen Österreich und der Schweiz. Das obere Fimbatal wird, obgleich es im Einzugsgebiet des Paznaun liegt, der Schweiz zugeteilt, sodass die Schweizer Alpbesitzer keinen natürlichen Zugang haben und nur über den 2.608 Meter hohen Fimbapaß hierher gelangen können.
Gutausgerüsteten und bergerfahrenen Gipfelstürmer stehen viele Jochwege und herrliche Tagestouren zur Verfügung. Übers Kronenjoch (2.976 m) und übers Zahnjoch (2.945 m) gelangt man zur Jamtalhütte bzw. nach Galtür, übers Ritzenjoch (2.687 m) ins Larein bzw. nach Mathon und über den Fimbapaß (2.608) ins Val Sinestra bzw. nach Sent im Unterengadin.
Jedes Jahr stellt die Heidelberger Hütte für Tausende von Transalp Bikern ein sehr beliebtes Etappenziel dar, um über den Fimbapass das Engadin zu erreichen. Der Biker kann für die Auffahrt die steile Asphaltrampe entlang am Fimbabach, oder jedoch auch die Seilbahn bis zur Mittelstation wählen. Ab der Mittelstation geht es wesentlich flacher auf Asphalt bis zur Bodenalpe und weiter auf Schotter zur Heidelberger Hütte. Für die Rückfahrt stehen gut fahrbare Trails auf der linken Seite des Fimbabachs zur Verfügung.
Aufstiegsalternative:
Auffahrt mit der Silvretta Seilbahn bis zur Mittelstation (bitte beachten Sie die Betriebszeiten und die Tarife der Silvretta Seilbahn (Silvretta Card von Vorteil)).
Vor 09.00 Uhr und nach 17.00 Uhr Zufahrt mit PKW bis zur Bodenalpe möglich (Parkplatz kostenlos)
Auffahrt mit dem Hüttentaxi möglich:
€ 15,- pro Person ab Ischgl (Treffpunkt Infobüro Ischgl)
€ 8,- pro Person ab Bodenalpe
€ 4,- pro Person ab Staatsgrenze
Voranmeldung: Tel +43 664 4253070
Wanderwegalternative:
Aussichtsreiche Genusswanderung über den Panoramaweg
Seilbahn auf die Idalpe - mit Sesselbahn auf das Idjoch - Hochgenuss über die Greitspitze zum Zeblasjoch, über Val Gronda zur Heidelberger Hütte (Gehzeit 4h)
Genusswanderung von Mathon über Larainalpe
Mathon - Unterführung beim Gasthof Glöckner - Nederli - Wildpark - Larein Alpe - Ritzenjoch - Heidelberger Hütte (Gehzeit 5 bis 5,5h)
Parkplatz
Parkplatz Silvrettaseilbahn Ischgl (Parkplatz kostenlos)
Bodenalpe (Auffahrt vor 09.00 Uhr und nach 17.00 Uhr möglich; Parkplatz kostenlos)
Streckenlänge
27 km hin und retour
Höchster Punkt: 2.264 m
Tiefster Punkt: 1.377 m
Gesamthöhenmeter: 900 hm
Dauer
1h zur Mittelstation
2h zur Bodenalpe
4h bis zur Heidelberger Hütte
Schwierigkeitsgrad: Rot: Mittlere Tour
Betriebszeiten
Sommer: 20. Juni bis Anfang Oktober 2010

